2018-02-Leitartikel

Pfarrbrief St. Bartholomäus Julbach

Pfarrverband Kirchdorf/Seibersdorf und Julbach

Nr. 02/2018   01.03.2018 – 18.04.2018

 

OSTERN LÄSST SICH NICHT EINSPERREN

Ostern liegt früh in diesem Jahr. Die Skifahrer freuen sich, hoffen sie doch Anfang April in den Skigebieten noch befahrbare Pisten vorzu-finden. Die Karnevalisten sehen es eher mit Verdruss, fällt doch die fünfte Jahreszeit zwei Wochen kürzer aus als möglich. Den Grund kennen die meisten nicht mehr. Das Osterfest wandert durch den Kalender, weil sein Termin vom Umlauf des Mondes abhängig ist.

Ostern fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. So variiert der Ostertermin zwischen dem 22. März und dem 19. April.

Ein bewegliches Osterfest, dessen Termin durch den Kalender wandert, symbolisiert, dass sich Auferstehung nicht auf ein bestimmtes Datum reduzieren lässt, dass sich der Ausbruch neuen Lebens nicht in ein starres Kalenderschema zwängen lässt. Auferstehung kann sich in unserem Leben zu ganz unterschiedlichen Zeiten ereignen – wenn Menschen von schwerer Krankheit genesen, wenn Ehepartner nach einer Phase der Entfremdung wieder zueinander finden, wenn jeder und jede von uns die ganz persönliche Erfahrung von der Begegnung Gottes im Leben macht. Gott ist immer weder für eine Überraschung gut, wenn er gegen alle Gesetzesmäßigkeit den Tod überwindet und aufersteht. Und Gott lässt sich nicht festlegen, wann er in unser Leben tritt und mit den Menschen einen Neuanfang macht. Das lässt sich nicht auf ein bestimmtes Datum fixieren, nicht einmal auf ein bewegliches Osterfest. Deshalb denken wir jeden Sonntag daran, dass Gott uns erlöst hat, als er Jesus von den Toten auferweckt hat, um mit den Menschen einen Neuanfang zu machen.

Deshalb ist der Sonntag für die Christen der Beginn der Woche, auch wenn die UNO einmal entschieden hat, dass jede Woche mit dem Montag beginne. Jeder Sonntag symbolisiert einen Neuanfang, weil er uns an die Auferstehung Christi erinnert.